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News-Blog || Subjektiv und ohne Zensur!

Archive for the ‘Uncategorized’ Category

Partizipation und die Piraten – Die Alten vs. Jugend ?!

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Darum geht es:

ZDF Beitrag „Wer kann Kanzler?“ URL:

Politiker Diskutieren mehr oder weniger sachlich über die Piratenpartei:

Der ZDF Beitrag ist wirklich ein irklich ein Interessanter Beitrag. Ich kann nur bestätigen, dass wir junge Menschen uns sehr wohl für Politik interessieren und Bescheid wissen. Wir engagieren uns und melden uns zu Wort nicht zuletzt über Portale wie Facebook, Twitter oder YouTube.               Und diese Möglichkeit zur Partizipation bringen uns nicht die veralteten Ortsvereine der Parteien sondern wie gerade beschrieben das Internet! Nie war es so einfach sich Informationen einzuholen und aktiv mitzuwirken.

Hier sollte noch viel mehr getan werden um nicht nur gemeinsam über Politik und Politiker zu diskutieren sondern auch mit ihnen ins Gespräch zu kommen – und zwar auf Augenhöhe! Deshalb stört es mich, wie hierzulande über die Piraten, ein wenig von Oben herab, gesprochen wird.  Man sollte sich nicht von Äußerlichkeiten blenden lassen, hier geht es mal um den Inhalt. Auch hier kann die politische Gesellschaft in Berlin von uns „Digital Natives“ lernen. Der CCC beschreibt auf seiner Internetseite zum Beispiel die „Hackerethik“, die ein bißchen umgeändert auch zur allgemein gültigen Ethik  werden könnten. In dieser „Hackerethik“ heißt es wie folgt:  Der Zugang zu Computern und allem, was einem zeigen kann, wie diese Welt funktioniert, sollte unbegrenzt und vollständig sein. Informationen sollten weiter frei und kostenlos sein (mit ACTA wäre dieser Punkt z.B. nicht mehr möglich). Weitere Punkte sollten sich hiesige Politiker ebenfalls genauestens ansehen:

  • Beurteile einen Menschen nach dem, was er tut, und nicht nach üblichen Kriterien wie Aussehen, Alter, Herkunft, Spezies, Geschlecht oder gesellschaftliche Stellung.
  • Man kann mit einem Computer Kunst und Schönheit schaffen.
  • Computer können dein Leben zum Besseren verändern.

Deshalb nervt es mich, wenn Piraten in TV Sendungen von Maischberger und Co. geduzt werden. Von garnicht all zu langer Zeit machte man sich über eine Partei ebenfalls lustig und nahm sie nicht ernst. Hier denke ich an Die Grünen. So wie sie Vorreiter in Sachen Umweltschutz waren, sind die Piraten  Vorreiter für vieles Neues und bringen die Politik mit ihrem Verständnis von Partizipation zum Beisspiel durch die direkte Beteiligung der Basis auf ihren Parteitagen und durch das Schaffen eines Forums indem jedes Mitglied posten und mitdiskutieren darf,  ins 21. Jahrhundert.

Die „Jugend“ muss als nicht von „den Alten“ bewertet oder belächelt werden, sie sollte ernstgenommen und geachtet werden. WIr sind in vielerlei Hinsicht Vorreiter und Vorbilder. Auch Sie können von uns lernen.

Macht Euch die Technik zu nutzen. Es steckt viel Potenzial und ihr, das habt Ihr nur noch nicht gemerkt.

Written by sanscencure

Februar 15, 2012 at 16:08

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BEKANNTMACHUNG ZU ACTA!

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Hallo Bürger dieser Welt,

wir sind Anonymous!

Wir haben eine wichtige Mitteilung an de Welt da draußen:

Zitat:

„Die EU Kommission arbeitet zur Zeit an einer Neuauflage der Direktive zur Durchsetzung  geistiger Eigentumsrechte ‚IPRED‘.  Ein erster Anlauf zur, IDRED2 war  gescheitert, weil über die genauen Definitionen und Maßnahmen im Kampf gegen Raubkopierer keine Einigkeit bestand. Nun soll die Direktive aber an das Internet angepasst werden – das umstrittene ‚ACTA Internet Kapitel‘, dass aus der endgültigen Fassung geflogen ist, taucht nach einem vorliegenden Bericht in den Entwürfen wieder auf. Provider sollen dann einschreiten wenn ihre Kunden ‚Verbotenes‘ tun. Sie sollen Abmahnen und Sperren.“

Das heißt kurzgefasst: Die Kommission versucht ACTA unter einem anderen Namen durchzusetzen! 

Das müssen wir verhindern!

Wir demonstrieren ab SOFORT alle gegen ACTA, IDREP und IDREP2, damit die Kommission nicht denkt wir wüssten davon nicht.

Teilt diese Bekanntmachung und erzählt es weiter damit Alle davon erfahren! Danke.

WIR SIND ANONYMOUS,

WIR SIND VIELE,

WIR VERGEBEN NICHT,

WIR VERGESSEN NICHT,

ERWARTET UNS!

Written by sanscencure

Februar 15, 2012 at 15:35

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Die Katastrophe in Japan – Erdbeben, Tsunami, Super-GAU?

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Kaum Brot, leere Zapfsäulen, keine Möglichkeit, die Toten angemessen zu bestatten: In der Präfektur Miyagi kämpfen die Menschen mit den Folgen von Erdbeben und Tsunami

Die Frage, wie man mit den Toten verfährt, ist in Ishinomaki zu einem dringenden Problem geworden. Der Vizebürgermeister der Stadt, Etsuro Kitamura, schätzt, dass von den 160.000 Einwohnern der Stadt 10.000 in dem Tsunami ums Leben gekommen sein könnten.

Obwohl man die Toten traditioneller Weise verbrennt, kommt dies in der gegenwärtigen Situation wegen des Mangels an Brennstoff und ausreichenden Kapazitäten nicht infrage. „Wir haben lediglich ein Krematorium, das vielleicht 18 Leichen pro Tag schafft“, so Kitamura. „Bei 10.000 Toten würde es 500 Tage dauern, sie alle zu verbrennen.“

„Annährend 20.000 Menschen lebten hier direkt an der Küste. Es gab keinen Ort, an den sie hätten fliehen können. Wir sind uns nicht sicher, ob sie um’s Leben gekommen sind und hoffen, dass sie entkommen konnten, aber die Chancen sind gering. Wahrscheinlich wurden sie begraben oder auf’s Meer hinausgespült“, so Kitamura. Die örtlichen Schulen sind zu Leichenhäusern umfunktioniert worden. Aber trotz der niedrigen Temperaturen können die Leichen nicht lange in den behelfsmäßigen Räumen aufbewahrt werden. Die Stadtverwaltung denkt an Massenbestattungen.

Noch Treibstoff für einen Tag

Die akuteste Sorge gilt indessen den Lebenden, denen es immer mehr am Nötigsten fehlt, insbesondere an Lebensmitteln und Treibstoff. Die Zentralregierung hat Soldaten abgestellt und versprochen, noch zusätzliche Freiwillige und Lebensmittel zu schicken. Nach Ishinomaki müssen die Lebensmittel mit dem Hubschrauber gebracht werden, der nur im Fußballstadion landen kann. Aber die Hilfsmaßnahmen scheinen der Katastrophe nicht angemessen, deren Ausmaß offenbar immer noch nicht vollständig überblickt wird. „Was wir bislang bekommen haben, reicht nicht aus“, sagt Kitamura. „Unser Bedarf ist gewaltig. Die Menschen haben ihr Zuhause verloren. Sie werden lange hier sein.“

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Es ist schwierig, die Vorräte in die Gegend zu bekommen. Da die Raffinerie der Region abgebrannt ist, muss das Öl von weiter weg angeliefert werden. Aber der durch die Versorgungsknappheit entstandene Druck ist im ganzen Land enorm. Den staatlichen Medien zufolge hat der Speditionsverband die Regierung dazu aufgefordert, die nationalen Ölreserven anzuzapfen, da man im Augenblick lediglich 60 Prozent der frischen Produkte ausliefern könne. Die meisten Tankstellen in der Präfektur Miyagi haben geschlossen. Die Autofahrer stehen stundenlang an den wenigen Zapfsäulen Schlange, die noch nicht versiegt sind – dabei bekommt jeder nur ungefähr sieben Liter zugeteilt. „Wenn wir so weitermachen, reicht uns der Sprit meiner Meinung nach noch für einen Tag“, sagt der Betreiber der Tankstelle, Nobuhiko Araki. „Ich weiß nicht, wann die nächste Lieferung eintreffen wird.“

Der Mangel an Treibstoff erschwert die Verteilung von Lebensmitteln. Dies wird in immer weiteren Teilen des Nordostens zum Problem. Noch 100 km vom Katastrophengebiet entfernt rationieren die Supermärkte das Brot: Jeder Kunde bekommt nur zwei Scheiben Brot zugeteilt. Im Katastrophengebiet verhält es sich natürlich nicht besser. Für viele ist die Situation dramatisch. „Ich und meine vier Kinder haben Hunger. Wir haben nur eine Banane und eine Portion Reis pro Tag“, sagt Hiroko Kodo, die in einem Altenheim arbeitet.

Knurrende Mägen, dankbare Worte

Das Gleiche bekommt man in den 106 Evakuierungszentren der Stadt zu hören, in denen 39.854 Menschen untergebracht sind. Sie campieren auf den Fluren, liegen auf zusammengeschobenen Stühlen und sehen sich im Fernsehen die Berichterstattung über die Situation in den Atomkraftwerken und die Zerstörungen durch den Tsunami und das Erdbeben an. Die betrüblichen Bilder lenken wenigstens von dem knurrenden Magen ab. „Ich habe heute weder gefrühstückt noch zu Mittag gegessen. Wir bekommen nur eine kleine Mahlzeit pro Tag – eine einzige Portion Reis oder ein Stück Brot“, sagt Mieko Kono, die eigentlich als „Mama-San“, als Barfrau, arbeitet und in der Notunterkunft mit ihrem Leoparden-Top reichlich deplatziert wirkt. „Ich bin hungrig, aber ich finde dennoch, dass die örtlichen Behörden großartige Arbeit leisten. Ich wäre gestorben, wenn sie nicht gekommen wären, um mich vor dem Tsunami zu retten.“

Es ist nicht die einzige Geschichte, die von dramatischer Flucht und Bewunderung für den Heldenmut engagierter Bürger und staatlicher Hilfskräfte erzählt. Neben Kono versucht Sumiko Saito vergebens, im Lärm der Menge ein wenig zu schlafen. Nach dem Erdbeben war sie in ihrem Friseursalon zwischen heruntergefallenen Balken gefangen. Eine Englischlehrerin hörte sie schreien und holte Hilfe. Sechs Hilfskräfte zogen sie aus dem zerstörten Gebäude heraus und brachten sie vor dem herannahenden Tsunami in Sicherheit. Kumiyaki Sato betreibt einen Sake-Laden. Er wurde evakuiert, nachdem er seine Mutter bei dem Tsunami verloren hatte. „Sie klemmte in einem Auto fest. Ich wurde von dem Wasser nach unten gezogen und dachte, ich müsse sterben. Es war schrecklich.“

Nur vereinzelte Plünderungen

Die Dankbarkeit und Zurückhaltung der Flüchtlinge ist bemerkenswert, auch wenn sie wohl ebenso der Erleichterung, überlebt zu haben, geschuldet ist, wie dem berühmten Langmut der Japaner.

Aber die Situation könnte sich ändern, wenn nicht bald Abhilfe geschaffen wird. Bislang gibt es wenig Berichte über Verbrechen und Gewaltausbrüche in den Katastrophengebieten, auch wenn ein paar Flüchtlinge davon berichtet haben, dass Plünderer in die verlassenen Wohnungen eingestiegen seien. Aber zum überwiegenden Teil blieb die bürgerliche Ordnung intakt. Den Angaben der Behörden zufolge halten sich 95 Prozent der Flüchtlinge an die Anweisungen, auch wenn der Stress für viele zwangsläufig zuviel wird. „Ein paar Mal ist es schon zu Streit und Beschwerden gekommen, aber das ist in Anbetracht der Umstände normal“, sagt der Pressesprecher der Stadtverwaltung, Yoshinori Sato. „Ich weiß nicht, wie lange wir das noch ertragen können. Aber wir müssen durchhalten, das zeichnet unser Volk aus. Das werden wir in den kommenden Tagen und Monaten mit großer Anstrengung unter Beweis stellen müssen. Es könnte noch sehr lange dauern, bis wir in unsere eigenen Wohnungen zurückkehren können.“

___QUELLE: „DER FREITAG“_____________________________________________________________________

Szenarien für Fukushima // von Fabian Maysenhölder

Erschreckende Bilder erreichen die Welt aus Japan. n-tv.de spricht mit zwei Experten über den „Best Case“ und den „Worst Case“ nach der Katastrophe in Japan und erfährt, warum die Auswirkungen deutlich verheerender sein könnten als in Tschernobyl.

Das AKW Fukushima vor dem Unfall. Das AKW Fukushima vor dem Unfall.
(Foto: AP)

Die Konsequenzen des atomaren Unfalls in Japan sind verheerend. Niemand weiß zwar, was genau passieren wird. Sicher ist nur: Es gibt schon jetzt unumkehrbare Schäden. Die Welt hat Angst vor einem atomaren Super-GAU, die Behörden vor Ort setzen alles daran, zu retten, was zu retten ist. Was kann aber im schlimmsten Fall passieren – nach allem, was bisher bekannt ist? Was ist das „Worst Case“ Szenario in Japan? Und auch die umgekehrte Frage stellt sich – wie viel Schaden ist schon angerichtet? Was, wenn man die Lage jetzt in den Griff bekommt – was ist also der „Best Case“?

„Worst Case“

Das schlimmste Szenario bei einem Super-GAU ist die komplette Kernschmelze: Die Brennstäbe überhitzen so sehr, dass ein unkontrollierbares Gemisch aus radioaktivem Spaltmaterial und Metall entsteht. Was dann passiert, kann niemand sagen: Es könnte etwa zu Explosionen kommen. Oder das bis zu 2000 Grad heiße Gemisch frisst sich durch die Schutzhülle, die den Reaktorkern umgibt.

Ausrangierte Brennstäbe hinter Bleiglas. Ausrangierte Brennstäbe hinter Bleiglas.
(Foto: dapd)

Hans-Josef Allelein ist Professor am Lehrstuhl für Reaktorsicherheit und –technik an der RWTH Aachen. Mit Spekulationen hält er sich zurück; zu viele Faktoren spielen eine Rolle, will man die Auswirkungen eines Atom-Unfalls skizzieren. Durch die Explosionen in Block 2 des AKW Fukushima sei etwa unklar, wie schwer die Reaktorbehälter beschädigt seien, meint der Experte im Gespräch mit n-tv.de.

Je nachdem, wie dick das Betonfundament unter der Anlage ist, sei es auch nicht auszuschließen, dass die Schmelze in direkten Kontakt mit dem Erdboden kommt – und sich in die Erde hineinfrisst.

Doch was kann man tun, um die Menschen dort zu schützen? „Evakuieren“, sagt Allelein. „Und zwar großräumig.“ 10, 20 Kilometer reichen nicht aus, glaubt der Fachmann. „Die Spaltprodukte werden sicherlich weiter weg getragen.“

Das Szenario „Kernschmelze“ und die Auswirkungen

Ob die gesundheitlichen Auswirkungen so schlimm werden wie in Tschernobyl -oder gar schlimmer - lässt sich momentan nicht sagen. Ob die gesundheitlichen Auswirkungen so schlimm werden wie in Tschernobyl -oder gar schlimmer – lässt sich momentan nicht sagen.
(Foto: dapd)

Gehe man vom schlimmsten Fall aus – dass es sich nach der Explosion um ein „offenes System“ handelt – warnt Allelein: „Wenn es zu einer Kernschmelze kommt, fürchte ich, dass es zu einer sehr hohen Spaltproduktfreisetzung kommt.“ Spaltprodukte sind die Nuklide, die bei einer Kernspaltung entstehen – etwa Jod, Cäsium, Uran und Plutonium.

Sebastian Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz, skizziert den schlimmsten Fall ähnlich: „Am schlimmsten wäre, wenn nicht nur ein Reaktorgefäß undicht wird, sondern alle auseinanderbröckeln.“ Das sei nicht ungewöhnlich bei Kernschmelzen. Er gibt zusätzlich noch den Aspekt zu bedenken, dass die Brennstäbe nicht direkt mit Wasser in Berührung kommen dürften. „Dann gäbe es eine Dampfexplosion, die die letzten Reste dieser Strukturen zerfetzt. Aber so weit sind wir noch nicht ganz“, meint der Physiker.

Fukushima ist nicht Tschernobyl

Immer wieder wird gesagt, Fukushima sei nicht mit den Vorfällen 1986 in Tschernobyl vergleichbar. Sicherlich ist das richtig, betrachtet man die Vorgänge, die zum Super-GAU führten. Pflugbeil jedoch stellt klar, dass eine solche Aussage nicht positiv sein muss. „Die zu erwartenden Gesundheitsschäden werden im schlimmsten Fall deutlich größer sein als in Tschernobyl“, sagt er.

Der große Unterschied liege in der Verbreitung der radioaktiven Strahlung. In Tschernobyl habe es gebrannt, sodass die Radioaktivität in 10, 15 Kilometer Höhe getragen worden sei. Pflugbeil: “ In Japan brennt es nicht. Das hat folgenden Effekt: Wenn die Reaktorgefäße kaputt gehen und das Innere so freigesetzt wird, dann wird das nicht so hoch steigen wie in Tschernobyl. Es wird flacher bleiben. “

Das allerdings hört sich nur im ersten Moment beruhigend an. Die Auswirkungen wären katastrophal – zwar würden sich die Partikel nicht über die ganze Nordhalbkugel verteilen. Dafür würde es Japan selbst aber umso heftiger treffen. Ein Land, dessen Bevölkerungsdichte um ein Vielfaches höher sei als jene in der Gegend um Tschernobyl. „Stellen Sie sich vor: Falls es dazu kommt, dass eine dicke radioaktive Wolke nach Tokio zieht – da leben 36 Millionen Menschen! Man kann gar nicht fassen, was das bedeuten würde“, sagt der Physiker. Die Menschen dort würden in einem sehr hohen Ausmaß an Späterkrankungen leiden. Im Moment sei es zwar noch nicht so weit. „Aber die Prognose ist nicht gut – und sie wird von Tag zu Tag schlechter.“

Schutzanzüge helfen nichts

Schon jetzt sind die Arbeiter, die vor Ort in Fukushima versuchen, das Schlimmste zu verhindern, einer hohen Strahlenbelastung ausgesetzt. Zeitweise wurden sie aufgrund zu hoher Strahlenwerte gar aus dem Atomkraftwerk abgezogen. Pflugbeil findet klare Worte. „Das sind wirklich arme Schweine. Diese Menschen haben mit Sicherheit schon erhebliche gesundheitliche Schäden.“

Schutzanzüge helfen nicht gegen Strahlung. Schutzanzüge helfen nicht gegen Strahlung.
(Foto: AP)

Die Arbeiter seien dieser Situation schutzlos ausgeliefert – denn Schutzanzüge helfen nicht gegen radioaktive Strahlung. „Hoffentlich haben sie Gasmasken an, die helfen wenigstens, dass man Partikel nicht einatmet. Aber die Edelgase, die da freiwerden, die hält auch eine Maske nicht ab“, sagt der Physiker nüchtern. Warum überhaupt noch Menschen vor Ort sind, sei ihm ein Rätsel. „Die Anlage ist Schrott – ob die da noch Leute verheizen oder nicht. Und irgendwann wird sie auch die Phantasie verlassen, was man da noch machen kann. “

Und der „Best Case“?

Viel Schaden ist schon entstanden – und der ist irreversibel. 400 milliSievert pro Stunde wurden schon im Umkreis Fukushimas gemessen. „Da gibt es zwangsläufig Strahlenschäden“, sagt Allelein. „Auf dem Boden im näheren Umkreis des AKW wird die nächsten Jahrzehnte niemand die Kühe auf die Weide bringen“, ist sich der Experte sicher.

Daran führt kein Weg mehr vorbei. Selbst wenn es gelingen sollte, die Brennstäbe jetzt ausreichend zu kühlen, wird die Umgebung des AKW für lange Zeit eine Sperrzone bleiben. Doch bei aller Hoffnung beschwichtigt der Physiker Pflugbeil: „Im besten Fall gehen zwar die Reaktorfäße nicht kaputt, und man schafft es, die Kernschmelze im Reaktor zu halten. Allerdings“, so Pflugbeil, „muss man schon sehr optimistisch sein, um das ernsthaft zu glauben.“

____QUELLE: n-tv.de (AUTOR: Fabian Maysenhölder)____________________________________________________

Written by sanscencure

März 17, 2011 at 19:44

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Guttenberg spendet noch ausstehende Bezüge

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Karl- Theodor zu Guttenberg spendet, nach seiner Entlassung bzw. seinem Rückzug aus der Politik einen Teil seiner  noch ausstehenden Bezüge an die Hinterbliebenen deutscher  Soldaten.

Der in den letzten Tagen sehr gebeutelte Ex- Bundesverteidigungsminister zu Guttenberg spendet, nach Berichten der „Bild“- Zeitung (wie sollte es auch anders sein) seine noch ausstehenden Bezüge, aus Berechnungen des Steuerzahlerbundes rund 30.000 €, an die Hinterbliebenen von  deutschen Soldaten.

Der Grund für die Spende wird eine Pro- Guttenberg- Kampagne der „Bild“- Zeitung sein, die versuchen ihren Schützling wieder in ein positiveres Licht zu rücken. Ob dies gelingt ist sehr fraglich. Denn eine Spende in dieser Höhe ist für Herrn Guttenberg bei einem geschätzten Familienvermögen von  400 Mio. € so gut wie nichts.

Des Weiteren ist ebenfalls fraglich, ob der Ex- Minister diese Bezüge überhaupt ausgezahlt bekommt, da er aus seinem Amt „freiwillig“ ausschied und er sich durch sein Plagiat strafbar gemacht hat.  So greift er möglicherweise auch nur dem Gericht vor wie schön mit der Rückgabe seines Doktortitels der Uni Bayreuth.

Fazit: Alles was Guttenberg tut, tut er um sich selbst medienwirksam  darzustellen. Einen anderen Grund gibt es für ihn nicht. Würde er Herrn zu Guttenberg um die Soldaten und deren Hinterbliebenen gehen hätte er sich die Meldung an die „Bild“- Zeitung gespart. Erschreckend wie Herr Guttenberg Menschen zu seinem Nutzen instrumentalisiert. Bleibt nur zu hoffen, dass er mit dieser Strategie so langsam keinen Erfolg mehr hat.

[sc.]

Written by sanscencure

März 4, 2011 at 08:00

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Guttenbergs interessantes Verhältnis zur Wahrheit

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Der CSU-Politiker legt ein Teilgeständnis ab und zeigt ein Lehrbuchbeispiel für Salamitaktik. Vielleicht behält er sein Ministeramt, aber er wird zur Witzfigur, kommentiert Kai Biermann.

Nun ist es wohl doch ein Plagiat. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg will seinen Doktortitel, den er bis eben vehement verteidigte, nicht mehr haben. Am Montagabend sagte er bei einer CDU-Veranstaltung in Kelkheim bei Frankfurt am Main, dass er seinen Titel dauerhaft nicht mehr führen wolle und ihn an die Universität Bayreuth zurückgebe.

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Guttenberg habe, teilte die Universität anschließend mit, die Universitätsleitung auf „gravierende, handwerkliche Fehler“ in seiner Dissertation hingewiesen und darum gebeten, dass die Uni seinen Doktortitel zurücknehme.

Das klingt nobel. Doch es ist eine Farce. 

Die nun „gravierenden Fehler“ hatte zu Guttenberg zuerst als „abstruse Vorwürfe“ seiner Gegner bezeichnet, dann als versehentliche Zitierfehler dargestellt. Erst nachdem seine Arbeit im Internet minutiös zerlegt und ihm dabei systematisches Kopieren nachgewiesen wurde, gab er nun zumindest zu, dass er „an der einen oder anderen Stelle den Überblick über die Quellen verloren“ habe.

An der einen oder anderen Stelle? Den Überblick verloren? Laut der zugegeben mit Vorsicht zu bewertenden Statistik der Plagiatsjäger im Internet enthalten derzeit fast 73 Prozent der Arbeit Plagiate, die nicht von Guttenberg selbst sind. Interessant auch, dass ihm das erst beim „erneuten Lesen der Dissertation über das Wochenende“ aufgefallen sein soll.

Dem einen oder anderen seiner Anhänger mag das genügen, immerhin gilt vielen die ganze Affäre als Lappalie. Doch zeigt der Minister, der über Tod und Leben von deutschen Bürgern in Uniform entscheidet, wieder nur, welch interessantes Verhältnis er zur Wahrheit hat. Sollte er sein Amt behalten, ist er auf dem besten Weg, den Ruf eines unkalkulierbaren Luftikus‘ nicht mehr loszuwerden, ja als Karikatur zu gelten.

Noch ein Beispiel? Nicht nur beim Inhalt der Arbeit bediente er sich der gemeinhin als Salamitaktik bekannten Methode, auch beim Doktortitel selbst mühte er sich, im Untergang so gut wie nur möglich auszusehen. Den Titel nicht mehr führen zu wollen ist das eine, ihn aber in einer großzügig und freiwillig wirken wollenden Geste „zurückzugeben“, grenzt an Realitätsverleugnung.

Immerhin schien es nur noch eine Frage von Stunden zu sein, dass die Universität ihm den Titel wieder wegnimmt, ihn aberkennt, wie es ihre Pflicht und Aufgabe ist. Offensichtlich wollte zu Guttenberg dem nun zuvorkommen.

QUELLE: Zeit Online

AUTOR: Kai Biermann

https://sanscencure.wordpress.com/wp-admin/post-new.php

Written by sanscencure

Februar 22, 2011 at 12:25

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Karl-Theodor zu Guttenberg erschleicht Doktortitel

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Er bereut, ein bisschen: Der Verteidigungsminister verteidigte sich in der Plagiatsaffäre selbst. Außerdem narrte er die Journalisten. Michael Schlieben kommentiert.

Was für ein Medienprofi, dieser zu Guttenberg. Er soll sich erklären an diesem Tag. So viel steht fest. Nur der genaue Zeitpunkt ist noch unklar.

Geschickt narrte er die Hauptstadtpresse. Während die Korrespondenten der Zeitungen und Online-Medien darauf warteten, dass die Sprecher von Regierung und Ministerium in der Bundespressekonferenz zu den Plagiatsvorwürfen des Ministers Stellung nehmen, gewährte zu Guttenberg zeitgleich einigen handverlesenen Berichterstattern eine anderthalbminütige Privataudienz.

So erreichte er, dass keine kritischen Fragen gestellt wurden. Niemand störte den hübschen reumütigen Auftritt, der heute die Nachrichtensendungen dominieren wird. Der Minister konnte vor illustrer und quasi-vertrauter Runde vorlesen, dass es ihm leid tue, dass seine Doktorarbeit „fraglos Fehler enthält“.

Die Journalisten machten in der Bundespressekonferenz zwar ordentlich Radau, als sie erfuhren, dass sie verladen wurden. Einer rief „feige“, alle murrten. Kurz zuvor hatten Guttenbergs Mitarbeiter noch im gestressten Ton versichert, man werde rechtzeitig kundtun, sollte der Minister etwas öffentlich mitzuteilen haben. Aber dieses gebrochene Versprechen wird allenfalls als Fußnote in die Geschichte dieser Copy-und-Paste-Affäre eingehen.

Der Inhalt seiner 90-sekündigen Rede nicht. Wie immer wählte Guttenberg eine geschliffene, doppelbödige, anspielungsreiche Sprache. Die sieben Jahre, die er laut Eigenaussage in Uni-Bibliotheken verbracht hat, um seine 475-seitige Doktorarbeit „in mühevoller Kleinstarbeit“ zu verfassen, waren keinesfalls vergeudet.

In einem Nebensatz weist er auf seinen Fleiß, seine Integrität und seine Verpflichtung für das Vaterland hin: Er hat nicht nur promoviert, sondern nebenbei auch eine Familie gegründet und eine politische Karriere gestartet. Andere, so der angedeutete Subtext, vergeuden ihre zwanziger Jahre mit Jux und Tollerei.

In einem hintersinnigen Konditionalsatz verbirgt Guttenberg seine Entschuldigung. Es tue ihm leid, „sollte sich jemand durch inkorrektes Setzen und Zitieren oder versäumtes Setzen von Fußnoten verletzt fühlen.“ Im selben Atemzug erwähnt er, dass er insgesamt 1300 Fußnoten formuliert habe. Was ist bei dieser schieren Menge schon das ein oder andere falsche Zitatlein? Ein Lapsus, klar! Zumal er als Chef der deutschen Streitkräfte inzwischen wichtigeres zu tun hat. Schließlich ist heute ein deutscher Soldat in Afghanistan ums Leben gekommen, wie er in seiner Verteidigungsrede in eigener Sache andeutet. Sicher ist ein toter Soldat wichtiger als die kleine Schummelei. Aber dafür hat er seine Privat-PK nicht einberufen.

Überdies erfindet Guttenberg, dieser Pfiffikus, auch noch einen neuen akademischen Grad. Sein Doktortitel ruht nun, bis die Vorwürfe geklärt sind. So wie der Bundespräsident auf seine Parteimitgliedschaft verzichtet, während er in Bellevue wohnt. Ruhende Doktorschaften sind zwar in akademischen Kreisen unüblich, aber das Signal ist ausgesandt. Guttenberg hat es nicht nötig, sich mit womöglich fremden Federn zu schmücken.

All das passt zu Guttenberg, unserem beliebtesten Minister. Er räumt vordergründig Fehler ein, er übernimmt demonstrativ Verantwortung. Persönliche Konsequenzen zieht er nicht. Schuldig? Er doch nicht! Er ist ein Meister des Bluffs und der Selbstverteidigung.

QUELLE: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-02/guttenberg-doktorarbeit-pk

AUTOR: Michael Schlieben              (nur der Form halber.. 😉 )

  

Written by sanscencure

Februar 18, 2011 at 21:50

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Ägypten- Alles deutet auf Übernahme durch das Militär

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Ägypten/ Kairo// In Ägypten deutet, nach dem enttäuschenden Auftritt Mubaraks am Donnerstag Abend auf eine Machtübernahme durch das ägyptische Militär. Da sich die Lage immer weiter zuspitzt und zu eskalieren droht ist der Oberste Militärrat in ständiger Tagung und will sich mit einer „wichtigen Erklärung“ an das Volk wenden.

Das ägyptische Militär will sich nach eigenen Angaben mit einer „wichtigen Erklärung“ an das Volk wenden. Der Hohe Rat der Streitkräfte unter Leitung von Verteidigungsminister Hussein Tantawi habe angesichts der Zuspitzung der Lage in Ägypten ein wichtiges Treffen abgehalten, berichtete die Nachrichtenagentur Mena. Der Rat werde sich nach diesen Gesprächen an das Volk wenden. Für wann genau diese Ankündigung geplant war, wurde zunächst nicht bekannt gegeben.

Das Gremium sei in ständiger Tagung, berichtete das ägyptische Staatsfernsehen – ein Status, der normalerweise nur in Kriegszeiten gilt. Der Rat untersuche, „welche Maßnahmen und Vorkehrungen getroffen werden könnten, um die Nation zu schützen, ihre Errungenschaften und die Ziele ihres großen Volkes“, erklärte das Militär weiter. Beobachter werteten die Erklärung als Indiz dafür, dass Tantawi und seine Generale nun die Macht übernommen haben. Überschrieben war die Mitteilung als „Kommunique Nummer ein“ – eine Sprachwahl, die auf einen Putsch hindeuten könnte.

Fernsehberichte zeigten Tantawi und rund zwei Dutzend Offiziere mit versteinerten Mienen an einem runden Tisch sitzen. Staatschef Husni Mubarak und sein Vize Omar Suleiman, ein früherer General und ehemaliger Geheimdienstchef, waren bei der Sitzung nicht dabei.

[sc.]

Quellen: n24.de , nzz.de, ntv-news.de, cnn.com

Written by sanscencure

Februar 11, 2011 at 11:09

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Assange: Wikileaks ist für Friedensnobelpreis nominiert

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Der Empfänger des nächsten Friedensnobelpreises könnte Wikileaks-Gründer Julian Assange sein. Wikileaks wurde offiziell für die Auszeichnung nominiert.

Julian Assange könnte der Empfänger des nächsten Friedensnobelpreises sein. Das Enthüllungsportal Wikileaks wurde offiziell für die Auszeichnung nominiert. Die Internetplattform wurde von einem norwegischen Parlamentsabgeordneten vorgeschlagen. Im vergangenen Jahr hatte das Preiskomitee Liu Xiaobo, den chinesischen Menschenrechtler, vorgeschlagen.

2011 soll die Entscheidung zwischen rund 200 Vorschlägen im Oktober fallen. Die Nominierung von Wikileaks erfolgte nach Aussagen des linkssozialistischen Abgeordneten Snorr Valen, weil das Portal einen der wichtigsten Beiträge dieses Jahrhunderts zur Meinungsfreiheit und Transparenz geleistet hat. Als jüngstes Beispiel nannte Valen die Enthüllung der persönlichen Bereicherung von Zine el Abidine Ben Ali. Mit dieser habe Wikileaks zum Ende einer knapp 25 Jahre andauernden Diktatur beigetragen.

Quelle: www.topnews.de

http://www.topnews.de/assange-wikileaks-ist-fuer-friedensnobelpreis-nominiert-394502

Written by sanscencure

Februar 3, 2011 at 09:55

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Blutnacht in Kairo

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In der vergangenen Nacht haben sich die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Regierungsgegnern und Mubarak-Anhängern fortgesetzt. Bei der Straßenschlacht auf dem Kairoer Tahrir-Platz gab es, Berichten zu Folge, mindestens vier Tote.

Die Lage auf dem Tahrir-Platz in Kairo hat sich in den frühen Morgenstunden dramatisch zugespitzt. Vier Menschen sollen durch Schüsse ums Leben gekommen sein, berichtete der arabische Nachrichtensender Al-Arbija. Der Sender berief sich auf Augenzeugen. Mehrere Menschen seien verletzt worden. Augenzeugen beklagten, dass die Armee nicht eingreife. Angeblich haben Anhänger von Präsident Husni Mubarak Gegner des Präsidenten beschossen mit der klaren Absicht diese zu töten.    

  

 Der britische Sender BBC berichtete, bei den letzten Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Gegnern von Husni Mubarak seien am frühen Donnerstag mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Bei CNN hieß es, es seien auch Schüsse auch aus schweren Maschinengewehren abgefeuert worden. Überall gebe es Verwundete. Ein CNN-Reporter berichtete, Ärzte behandelten Verletzte direkt auf der Straße, nähten ihre Wunden. Mehrere Rettungswagen fuhren auf den Platz. Die Ereignisse erinnern an Bürgerkrieg ähnliche Zustände.   

Bei Tagesanbruch beruhigte sich die Lage zunächst wieder. Nach Ende der Ausgangssperre am Morgen waren wieder Hunderte Menschen auf dem Platz. Überall waren aus der Nacht noch Barrikaden und ausgebrannte Fahrzeuge zu sehen Zuvor waren auf Fernsehbildern Demonstranten zu erkennen, die sich mit Molotow-Cocktails, Steinen und anderen Gegenständen bewarfen wobei auch anliegende Gebäude Feuer fingen.

Am Mittwoch waren bei blutigen Zusammenstößen bereits mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 1500 friedliche Demonstranten wurden verletzt.

El Baradei und USA appellieren an Vizepräsidenten Suleiman

Inmitten der Krise suchen die USA weiter Einfluss auf die Regierung in Kairo zu nehmen. Am Mittwoch (Ortszeit) telefonierte US-Außenministerin Hillary Clinton mit dem neuen ägyptischen Vizepräsidenten Omar Suleiman. Clinton habe von Suleiman eine Untersuchung der Übergriffe in Kairo verlangt. Die Außenministerin habe dabei abermals die Gewalt verurteilt und die Verantwortung der ägyptischen Regierung betont, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, sagte Außenamtssprecher Philip Crowley der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge.

Angesichts der Exzesse forderte Oppositions-Vertreter Mohammed el Baradei die Armee auf, weitere Angriffe der Mubarak-Anhänger auf die Demonstranten zu unterbinden. Die Armee müsse eingreifen, um das Leben ägyptischer Bürger zu schützen, sagte El Baradei in einem Interview mit Al-Dschasira. „Es gibt eindeutige Beweise, dass die Polizei ihre Männer in Zivilkleidung auf die Demonstranten gehetzt hat“, sagte der Friedensnobelpreisträger. Der arabische Nachrichtensender Al-Dschasira wurde darauf in Ägypten verboten.

[sc.]

Written by sanscencure

Februar 3, 2011 at 09:46

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Berlusconi stolpert endlich über seine Peinlichkeit

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Berlusconi stolpert über seine Peinlichkeit

// von Udo Gümpel, Rom

Korruption, Steuerhinterziehung, Bilanzfälschung, Kontakte zur Mafia – Ministerpräsident Berlusconi hat Skandale überstanden, die in normalen Demokratien das Ende jeder politischen Karriere bedeutet hätten. Fallen wird er nun wohl über Orgien mit Prostituierten, über bezahlten Sex mit einer Minderjährigen.

Veronica Lario, die von Silvio Berlusconi getrennt lebende Ehefrau und Mutter seiner drei jüngsten Kinder, hat es schon vor zwei Jahren deutlich gesagt: „Mein Mann ist krank, die Menschen in seiner Umgebung sollten ihm helfen.“ Wie krank er ist, erfahren wir heute. Silvio Berlusconi ist ganz offenkundig sex-krank. Der Abstieg lief kontinuierlich. Vor einigen Jahren waren es noch TV-Ansagerinnen, Schauspielerinnen, Sängerinnen, darunter auch recht bekannte, die als seine Begleiterinnen gehandelt wurden, augenzwinkernd. Das war noch allgemein akzeptiert in einer Gesellschaft der doppelten Moral.

Dann kam Noemi aus Neapels Vorstadt, sie war „la pupilla“, Berlusconis „Augenstern“. Von Noemi dann der Abstieg zu Ruby „rubacuori“, Ruby, die Herzensbrecherin. Beide waren minderjährig, als Berlusconi sie kennenlernte.

Auf die Frage einer Freundin – in einem von der Polizei abgehörten Gespräch – ob sie denn nun die neue „pupilla“ Berlusconis sei, der neue Augenstern, lacht Ruby nur ins Telefon und meint ganz lapidar: „ich bin nicht ‚la pupilla‘, ich bin der ‚culo'“ – der Popo Berlusconis.

Selbst die hartgesottensten Berichterstatter haben Probleme damit, die Abhörprotokolle wiederzugeben. Da reden die 20- bis 25-jährigen Mädchen unverhohlen von den sexuellen Leistungen, die sie erwarten. Eine meint, „ich hatte ja schon in der Zeitung davon gelesen (aus dem Fall D’Addario), aber es ist alles noch viel schlimmer“. Eine andere meint: „Wenn du nicht bei allem mitmachst, fliegst du sofort raus und ab geht’s nach Hause.“ Da ist die Rede von Gruppensex, von „Bunga-Bunga“, da werden, so heißt es, unter der Regie einer ehemaligen Zahnpflegerin, die mittlerweile Abgeordnete Berlusconis in der Lombardei geworden ist, lesbische Spiele eingeübt – während ein vergnügter Berlusconi entweder nur zuschaut oder sich mitten ins Vergnügen stürzt: Die durchsickernden Details sind verwüstend für den Protagonisten. Es ist das Bild eines, wie ein Mädchen laut Protokoll sagt, alten Mannes, der nur zu einem gut sei: viel Kohle „abzudrücken“.

Wenn Berlusconi das lesen würde. Denn Berlusconi ist immer noch davon überzeugt ist, dass die Mädchen, die er in einer Art Harem in Luxusapartments seiner Trabantenstadt Milano Due abgeschirmt zur Verfügung hielt und noch immer dort wohnen lässt, mit ihm zusammen sein wollen, weil er ein so toller Kerl ist. Und nicht wegen der fünf- oder zehntausend Euro, die eine jede in 500-Euro-Banknoten mit nach Hause nehmen darf. Die realistische Selbstwahrnehmung ist Berlusconi vollkommen abhanden gekommen.

Von der Verjährungsregel gerettet

Bisher war Silvio Berlusconi durch die Vielzahl der Prozesse wegen Wirtschaftsverbrechen bekannt, die er auf geradezu unglaubliche Weise am Ende immer heil überstand. Je schlimmer der Vorwurf, je dokumentenreicher bewiesen, desto sicherer war sein Davonkommen.

Die einwandfrei erwiesene Bestechung von Finanzbeamten, die seine Firmengruppe durchforsteten, blieb an untergebenen Managern hängen. Im Fall der Bestechungsgelder für den früheren Sozialistenchef Bettino Craxi, über die Briefkastenfirma All Iberian in der Schweiz bezahlt, wurde Berlusconi in erster Instanz noch zu 2 Jahren und 4 Monaten Haft verurteilt, das Verfahren gegen ihn später aber wegen Verjährung eingestellt, eben wegen der langen Prozessdauer. Trotz gerichtlich festgestellter Korruptionszahlungen bleibt Berlusconis Weste weiß – dank der Verjährungsregeln im italienischen Strafprozess, die sich als echtes Glück für Berlusconi erwiesen haben.

Denn anders als etwa im deutschen Strafrecht, laufen die Verjährungsfristen in Italien weiter, nachdem der Prozess begonnen hat. Ein Verbrecher mit vielen guten Anwälten hat also die besten Chancen, dass das Verbrechen früher oder später verjährt ist. Wen schert dann noch ein böses Richterwort im „Einstellungsbescheid“, dass die Straftat eindeutig erwiesen sei, dass Schmiergelder geflossen oder die Bilanz gefälscht worden ist? Niemanden, vor allem in Italien nicht, wo das Normalpublikum der Staatssender RAI davon fast nie erfahren und wo das Privatfernsehen zu 95 Prozent in Berlusconis Hand ist. Da wird eine Verjährung dann schnell einmal uminterpretiert und zum Freispruch gemacht.

„Kommunistische Verschwörer“

Selbst der für jeden Politiker der normalen demokratischen Welt absolut tödliche Vorwurf, er habe einen Zeugen bestochen, wie im Fall des englischen Anwalts David Mills, hat Berlusconis Beliebtheit bei seinen Anhängern nicht geschmälert. Das stelle man sich einmal vor: In diesem Fall mangelt es der Anklage an nichts, sie hat die Zeugen, die Geldüberweisung von 600.000 Dollar und ein glasklares Motiv: Anwalt Mills sollte Geschäfte Berlusconis über Briefkastenfirmen in der Schweiz vertuschen. Mills ist schon in der zweiten Instanz verurteilt und dürfte noch vor den Sommerferien endgültig für ein paar Jahre ins Gefängnis gehen. Berlusconi, der im Mills-Urteil des Appellationsgerichtes als der „Korrumpierer“ des korrupten Mills definiert wird, hatte es bislang dank des Immunitätsgesetzes geschafft, nicht vor Gericht erscheinen zu müssen. Nachdem dieses dritte Berlusconi auf den Leib geschneiderte Immunitätsgesetz vergangene Woche auch wieder wie alle seine Vorgänger aufgehoben wurde, beginnt der Korruptionsprozess auch für Berlusconi wieder neu. Ebenfalls wieder neu aufgenommen wird ein Prozess wegen Steuerhinterziehung, bei der Berlusconi über Briefkastenfirmen beim Filmeinkauf in Hollywood bedeutende Summen abgezweigt und am Fiskus vorbei geschleust haben soll.

All diese Prozesse haben Berlusconi bisher nicht weiter geschadet, weil die italienische Öffentlichkeit in ihrer Breite nur über das Fernsehen erreicht werden kann, und das steht nun einmal unter der fast vollkommenen Kontrolle Berlusconis. So glauben die Anhänger Berlusconis die Vorwürfe einfach nicht, halten die Beweise für frisiert und die Justiz für einen Haufen „kommunistische Verschwörer“ – das ist kein Witz, sondern das erlebe ich tagtäglich, wenn ich mit dem Mikro in der Hand das Volk befrage.

Ist die Berlusconi-Anhängerschaft einig in der Ablehnung aller Arten staatsanwaltlicher Anklagen, so hat der Sexskandal doch tiefe Spuren auch bei Berlusconi-Fans hinterlassen. Vor allem unter Frauen, bei Kirchgängern, bei Wertkonservativen, aber auch bei den noch immer existierenden Faschisten geht dies nicht mehr durch. Alles ist erlaubt: sich bereichern, den Staat betrügen, Schwarzgelder im Ausland bunkern – doch bei Sex mit Minderjährigen scheint die Grenze überschritten.

Darf Italien also hoffen, dass die Götterdämmerung begonnen hat? Wie lange sie jedoch dauert – das weiß zwischen Po und Tiber niemand. Berlusconi, das ist sicher, wird seine Haut teuer verkaufen.

Text nicht von [sc.] sondern von Udo Gümpel (n-TV Rom- Korrespondent)

Quelle: n-tv.de

Written by sanscencure

Januar 19, 2011 at 09:56

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