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Blutnacht in Kairo

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In der vergangenen Nacht haben sich die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Regierungsgegnern und Mubarak-Anhängern fortgesetzt. Bei der Straßenschlacht auf dem Kairoer Tahrir-Platz gab es, Berichten zu Folge, mindestens vier Tote.

Die Lage auf dem Tahrir-Platz in Kairo hat sich in den frühen Morgenstunden dramatisch zugespitzt. Vier Menschen sollen durch Schüsse ums Leben gekommen sein, berichtete der arabische Nachrichtensender Al-Arbija. Der Sender berief sich auf Augenzeugen. Mehrere Menschen seien verletzt worden. Augenzeugen beklagten, dass die Armee nicht eingreife. Angeblich haben Anhänger von Präsident Husni Mubarak Gegner des Präsidenten beschossen mit der klaren Absicht diese zu töten.    

  

 Der britische Sender BBC berichtete, bei den letzten Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Gegnern von Husni Mubarak seien am frühen Donnerstag mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Bei CNN hieß es, es seien auch Schüsse auch aus schweren Maschinengewehren abgefeuert worden. Überall gebe es Verwundete. Ein CNN-Reporter berichtete, Ärzte behandelten Verletzte direkt auf der Straße, nähten ihre Wunden. Mehrere Rettungswagen fuhren auf den Platz. Die Ereignisse erinnern an Bürgerkrieg ähnliche Zustände.   

Bei Tagesanbruch beruhigte sich die Lage zunächst wieder. Nach Ende der Ausgangssperre am Morgen waren wieder Hunderte Menschen auf dem Platz. Überall waren aus der Nacht noch Barrikaden und ausgebrannte Fahrzeuge zu sehen Zuvor waren auf Fernsehbildern Demonstranten zu erkennen, die sich mit Molotow-Cocktails, Steinen und anderen Gegenständen bewarfen wobei auch anliegende Gebäude Feuer fingen.

Am Mittwoch waren bei blutigen Zusammenstößen bereits mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 1500 friedliche Demonstranten wurden verletzt.

El Baradei und USA appellieren an Vizepräsidenten Suleiman

Inmitten der Krise suchen die USA weiter Einfluss auf die Regierung in Kairo zu nehmen. Am Mittwoch (Ortszeit) telefonierte US-Außenministerin Hillary Clinton mit dem neuen ägyptischen Vizepräsidenten Omar Suleiman. Clinton habe von Suleiman eine Untersuchung der Übergriffe in Kairo verlangt. Die Außenministerin habe dabei abermals die Gewalt verurteilt und die Verantwortung der ägyptischen Regierung betont, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, sagte Außenamtssprecher Philip Crowley der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge.

Angesichts der Exzesse forderte Oppositions-Vertreter Mohammed el Baradei die Armee auf, weitere Angriffe der Mubarak-Anhänger auf die Demonstranten zu unterbinden. Die Armee müsse eingreifen, um das Leben ägyptischer Bürger zu schützen, sagte El Baradei in einem Interview mit Al-Dschasira. „Es gibt eindeutige Beweise, dass die Polizei ihre Männer in Zivilkleidung auf die Demonstranten gehetzt hat“, sagte der Friedensnobelpreisträger. Der arabische Nachrichtensender Al-Dschasira wurde darauf in Ägypten verboten.

[sc.]

Written by sanscencure

Februar 3, 2011 um 09:46

Veröffentlicht in Uncategorized

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