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News-Blog || Subjektiv und ohne Zensur!

Archive for Februar 2011

Guttenbergs interessantes Verhältnis zur Wahrheit

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Der CSU-Politiker legt ein Teilgeständnis ab und zeigt ein Lehrbuchbeispiel für Salamitaktik. Vielleicht behält er sein Ministeramt, aber er wird zur Witzfigur, kommentiert Kai Biermann.

Nun ist es wohl doch ein Plagiat. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg will seinen Doktortitel, den er bis eben vehement verteidigte, nicht mehr haben. Am Montagabend sagte er bei einer CDU-Veranstaltung in Kelkheim bei Frankfurt am Main, dass er seinen Titel dauerhaft nicht mehr führen wolle und ihn an die Universität Bayreuth zurückgebe.

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Guttenberg habe, teilte die Universität anschließend mit, die Universitätsleitung auf „gravierende, handwerkliche Fehler“ in seiner Dissertation hingewiesen und darum gebeten, dass die Uni seinen Doktortitel zurücknehme.

Das klingt nobel. Doch es ist eine Farce. 

Die nun „gravierenden Fehler“ hatte zu Guttenberg zuerst als „abstruse Vorwürfe“ seiner Gegner bezeichnet, dann als versehentliche Zitierfehler dargestellt. Erst nachdem seine Arbeit im Internet minutiös zerlegt und ihm dabei systematisches Kopieren nachgewiesen wurde, gab er nun zumindest zu, dass er „an der einen oder anderen Stelle den Überblick über die Quellen verloren“ habe.

An der einen oder anderen Stelle? Den Überblick verloren? Laut der zugegeben mit Vorsicht zu bewertenden Statistik der Plagiatsjäger im Internet enthalten derzeit fast 73 Prozent der Arbeit Plagiate, die nicht von Guttenberg selbst sind. Interessant auch, dass ihm das erst beim „erneuten Lesen der Dissertation über das Wochenende“ aufgefallen sein soll.

Dem einen oder anderen seiner Anhänger mag das genügen, immerhin gilt vielen die ganze Affäre als Lappalie. Doch zeigt der Minister, der über Tod und Leben von deutschen Bürgern in Uniform entscheidet, wieder nur, welch interessantes Verhältnis er zur Wahrheit hat. Sollte er sein Amt behalten, ist er auf dem besten Weg, den Ruf eines unkalkulierbaren Luftikus‘ nicht mehr loszuwerden, ja als Karikatur zu gelten.

Noch ein Beispiel? Nicht nur beim Inhalt der Arbeit bediente er sich der gemeinhin als Salamitaktik bekannten Methode, auch beim Doktortitel selbst mühte er sich, im Untergang so gut wie nur möglich auszusehen. Den Titel nicht mehr führen zu wollen ist das eine, ihn aber in einer großzügig und freiwillig wirken wollenden Geste „zurückzugeben“, grenzt an Realitätsverleugnung.

Immerhin schien es nur noch eine Frage von Stunden zu sein, dass die Universität ihm den Titel wieder wegnimmt, ihn aberkennt, wie es ihre Pflicht und Aufgabe ist. Offensichtlich wollte zu Guttenberg dem nun zuvorkommen.

QUELLE: Zeit Online

AUTOR: Kai Biermann

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Written by sanscencure

Februar 22, 2011 at 12:25

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Karl-Theodor zu Guttenberg erschleicht Doktortitel

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Er bereut, ein bisschen: Der Verteidigungsminister verteidigte sich in der Plagiatsaffäre selbst. Außerdem narrte er die Journalisten. Michael Schlieben kommentiert.

Was für ein Medienprofi, dieser zu Guttenberg. Er soll sich erklären an diesem Tag. So viel steht fest. Nur der genaue Zeitpunkt ist noch unklar.

Geschickt narrte er die Hauptstadtpresse. Während die Korrespondenten der Zeitungen und Online-Medien darauf warteten, dass die Sprecher von Regierung und Ministerium in der Bundespressekonferenz zu den Plagiatsvorwürfen des Ministers Stellung nehmen, gewährte zu Guttenberg zeitgleich einigen handverlesenen Berichterstattern eine anderthalbminütige Privataudienz.

So erreichte er, dass keine kritischen Fragen gestellt wurden. Niemand störte den hübschen reumütigen Auftritt, der heute die Nachrichtensendungen dominieren wird. Der Minister konnte vor illustrer und quasi-vertrauter Runde vorlesen, dass es ihm leid tue, dass seine Doktorarbeit „fraglos Fehler enthält“.

Die Journalisten machten in der Bundespressekonferenz zwar ordentlich Radau, als sie erfuhren, dass sie verladen wurden. Einer rief „feige“, alle murrten. Kurz zuvor hatten Guttenbergs Mitarbeiter noch im gestressten Ton versichert, man werde rechtzeitig kundtun, sollte der Minister etwas öffentlich mitzuteilen haben. Aber dieses gebrochene Versprechen wird allenfalls als Fußnote in die Geschichte dieser Copy-und-Paste-Affäre eingehen.

Der Inhalt seiner 90-sekündigen Rede nicht. Wie immer wählte Guttenberg eine geschliffene, doppelbödige, anspielungsreiche Sprache. Die sieben Jahre, die er laut Eigenaussage in Uni-Bibliotheken verbracht hat, um seine 475-seitige Doktorarbeit „in mühevoller Kleinstarbeit“ zu verfassen, waren keinesfalls vergeudet.

In einem Nebensatz weist er auf seinen Fleiß, seine Integrität und seine Verpflichtung für das Vaterland hin: Er hat nicht nur promoviert, sondern nebenbei auch eine Familie gegründet und eine politische Karriere gestartet. Andere, so der angedeutete Subtext, vergeuden ihre zwanziger Jahre mit Jux und Tollerei.

In einem hintersinnigen Konditionalsatz verbirgt Guttenberg seine Entschuldigung. Es tue ihm leid, „sollte sich jemand durch inkorrektes Setzen und Zitieren oder versäumtes Setzen von Fußnoten verletzt fühlen.“ Im selben Atemzug erwähnt er, dass er insgesamt 1300 Fußnoten formuliert habe. Was ist bei dieser schieren Menge schon das ein oder andere falsche Zitatlein? Ein Lapsus, klar! Zumal er als Chef der deutschen Streitkräfte inzwischen wichtigeres zu tun hat. Schließlich ist heute ein deutscher Soldat in Afghanistan ums Leben gekommen, wie er in seiner Verteidigungsrede in eigener Sache andeutet. Sicher ist ein toter Soldat wichtiger als die kleine Schummelei. Aber dafür hat er seine Privat-PK nicht einberufen.

Überdies erfindet Guttenberg, dieser Pfiffikus, auch noch einen neuen akademischen Grad. Sein Doktortitel ruht nun, bis die Vorwürfe geklärt sind. So wie der Bundespräsident auf seine Parteimitgliedschaft verzichtet, während er in Bellevue wohnt. Ruhende Doktorschaften sind zwar in akademischen Kreisen unüblich, aber das Signal ist ausgesandt. Guttenberg hat es nicht nötig, sich mit womöglich fremden Federn zu schmücken.

All das passt zu Guttenberg, unserem beliebtesten Minister. Er räumt vordergründig Fehler ein, er übernimmt demonstrativ Verantwortung. Persönliche Konsequenzen zieht er nicht. Schuldig? Er doch nicht! Er ist ein Meister des Bluffs und der Selbstverteidigung.

QUELLE: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-02/guttenberg-doktorarbeit-pk

AUTOR: Michael Schlieben              (nur der Form halber.. 😉 )

  

Written by sanscencure

Februar 18, 2011 at 21:50

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Ägypten- Alles deutet auf Übernahme durch das Militär

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Ägypten/ Kairo// In Ägypten deutet, nach dem enttäuschenden Auftritt Mubaraks am Donnerstag Abend auf eine Machtübernahme durch das ägyptische Militär. Da sich die Lage immer weiter zuspitzt und zu eskalieren droht ist der Oberste Militärrat in ständiger Tagung und will sich mit einer „wichtigen Erklärung“ an das Volk wenden.

Das ägyptische Militär will sich nach eigenen Angaben mit einer „wichtigen Erklärung“ an das Volk wenden. Der Hohe Rat der Streitkräfte unter Leitung von Verteidigungsminister Hussein Tantawi habe angesichts der Zuspitzung der Lage in Ägypten ein wichtiges Treffen abgehalten, berichtete die Nachrichtenagentur Mena. Der Rat werde sich nach diesen Gesprächen an das Volk wenden. Für wann genau diese Ankündigung geplant war, wurde zunächst nicht bekannt gegeben.

Das Gremium sei in ständiger Tagung, berichtete das ägyptische Staatsfernsehen – ein Status, der normalerweise nur in Kriegszeiten gilt. Der Rat untersuche, „welche Maßnahmen und Vorkehrungen getroffen werden könnten, um die Nation zu schützen, ihre Errungenschaften und die Ziele ihres großen Volkes“, erklärte das Militär weiter. Beobachter werteten die Erklärung als Indiz dafür, dass Tantawi und seine Generale nun die Macht übernommen haben. Überschrieben war die Mitteilung als „Kommunique Nummer ein“ – eine Sprachwahl, die auf einen Putsch hindeuten könnte.

Fernsehberichte zeigten Tantawi und rund zwei Dutzend Offiziere mit versteinerten Mienen an einem runden Tisch sitzen. Staatschef Husni Mubarak und sein Vize Omar Suleiman, ein früherer General und ehemaliger Geheimdienstchef, waren bei der Sitzung nicht dabei.

[sc.]

Quellen: n24.de , nzz.de, ntv-news.de, cnn.com

Written by sanscencure

Februar 11, 2011 at 11:09

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Assange: Wikileaks ist für Friedensnobelpreis nominiert

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Der Empfänger des nächsten Friedensnobelpreises könnte Wikileaks-Gründer Julian Assange sein. Wikileaks wurde offiziell für die Auszeichnung nominiert.

Julian Assange könnte der Empfänger des nächsten Friedensnobelpreises sein. Das Enthüllungsportal Wikileaks wurde offiziell für die Auszeichnung nominiert. Die Internetplattform wurde von einem norwegischen Parlamentsabgeordneten vorgeschlagen. Im vergangenen Jahr hatte das Preiskomitee Liu Xiaobo, den chinesischen Menschenrechtler, vorgeschlagen.

2011 soll die Entscheidung zwischen rund 200 Vorschlägen im Oktober fallen. Die Nominierung von Wikileaks erfolgte nach Aussagen des linkssozialistischen Abgeordneten Snorr Valen, weil das Portal einen der wichtigsten Beiträge dieses Jahrhunderts zur Meinungsfreiheit und Transparenz geleistet hat. Als jüngstes Beispiel nannte Valen die Enthüllung der persönlichen Bereicherung von Zine el Abidine Ben Ali. Mit dieser habe Wikileaks zum Ende einer knapp 25 Jahre andauernden Diktatur beigetragen.

Quelle: www.topnews.de

http://www.topnews.de/assange-wikileaks-ist-fuer-friedensnobelpreis-nominiert-394502

Written by sanscencure

Februar 3, 2011 at 09:55

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Blutnacht in Kairo

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In der vergangenen Nacht haben sich die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Regierungsgegnern und Mubarak-Anhängern fortgesetzt. Bei der Straßenschlacht auf dem Kairoer Tahrir-Platz gab es, Berichten zu Folge, mindestens vier Tote.

Die Lage auf dem Tahrir-Platz in Kairo hat sich in den frühen Morgenstunden dramatisch zugespitzt. Vier Menschen sollen durch Schüsse ums Leben gekommen sein, berichtete der arabische Nachrichtensender Al-Arbija. Der Sender berief sich auf Augenzeugen. Mehrere Menschen seien verletzt worden. Augenzeugen beklagten, dass die Armee nicht eingreife. Angeblich haben Anhänger von Präsident Husni Mubarak Gegner des Präsidenten beschossen mit der klaren Absicht diese zu töten.    

  

 Der britische Sender BBC berichtete, bei den letzten Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Gegnern von Husni Mubarak seien am frühen Donnerstag mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Bei CNN hieß es, es seien auch Schüsse auch aus schweren Maschinengewehren abgefeuert worden. Überall gebe es Verwundete. Ein CNN-Reporter berichtete, Ärzte behandelten Verletzte direkt auf der Straße, nähten ihre Wunden. Mehrere Rettungswagen fuhren auf den Platz. Die Ereignisse erinnern an Bürgerkrieg ähnliche Zustände.   

Bei Tagesanbruch beruhigte sich die Lage zunächst wieder. Nach Ende der Ausgangssperre am Morgen waren wieder Hunderte Menschen auf dem Platz. Überall waren aus der Nacht noch Barrikaden und ausgebrannte Fahrzeuge zu sehen Zuvor waren auf Fernsehbildern Demonstranten zu erkennen, die sich mit Molotow-Cocktails, Steinen und anderen Gegenständen bewarfen wobei auch anliegende Gebäude Feuer fingen.

Am Mittwoch waren bei blutigen Zusammenstößen bereits mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 1500 friedliche Demonstranten wurden verletzt.

El Baradei und USA appellieren an Vizepräsidenten Suleiman

Inmitten der Krise suchen die USA weiter Einfluss auf die Regierung in Kairo zu nehmen. Am Mittwoch (Ortszeit) telefonierte US-Außenministerin Hillary Clinton mit dem neuen ägyptischen Vizepräsidenten Omar Suleiman. Clinton habe von Suleiman eine Untersuchung der Übergriffe in Kairo verlangt. Die Außenministerin habe dabei abermals die Gewalt verurteilt und die Verantwortung der ägyptischen Regierung betont, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, sagte Außenamtssprecher Philip Crowley der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge.

Angesichts der Exzesse forderte Oppositions-Vertreter Mohammed el Baradei die Armee auf, weitere Angriffe der Mubarak-Anhänger auf die Demonstranten zu unterbinden. Die Armee müsse eingreifen, um das Leben ägyptischer Bürger zu schützen, sagte El Baradei in einem Interview mit Al-Dschasira. „Es gibt eindeutige Beweise, dass die Polizei ihre Männer in Zivilkleidung auf die Demonstranten gehetzt hat“, sagte der Friedensnobelpreisträger. Der arabische Nachrichtensender Al-Dschasira wurde darauf in Ägypten verboten.

[sc.]

Written by sanscencure

Februar 3, 2011 at 09:46

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